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Imagefilm

Was kostet ein Imagefilm? Realistische Preise für den Mittelstand

Kamera-Setup bei einem Imagefilm-Dreh in einer Produktionshalle

Viele mittelständische Unternehmen scheuen den Schritt zum eigenen Imagefilm, weil die Kosten schwer einzuschätzen sind. Anfragen bei verschiedenen Produktionsfirmen bringen oft völlig unterschiedliche Zahlen zurück, und ohne Branchenerfahrung ist kaum zu beurteilen, ob ein Angebot fair oder überteuert ist. Dieser Artikel gibt einen realistischen Überblick, woran das liegt und wie Sie ein Angebot besser einschätzen können.

Warum die Preise so stark variieren

Anders als bei vielen anderen Dienstleistungen gibt es beim Imagefilm keinen einheitlichen Marktpreis, an dem man sich orientieren kann. Ein Grund dafür ist, dass “Imagefilm” ein sehr weiter Begriff ist. Darunter kann ein einfaches, mit einer Kamera und wenig Aufwand produziertes Video ebenso fallen wie eine mehrtägige Produktion mit Kamerateam, Drohnenpilot, Lichttechnik und aufwändiger Postproduktion. Beide werden am Markt als “Imagefilm” angeboten, und beide haben ihre Berechtigung, je nachdem, welches Ziel ein Unternehmen verfolgt.

Ein zweiter Grund liegt in der Preisgestaltung der Anbieter selbst. Manche Produktionsfirmen kalkulieren nach festen Tagessätzen für Kamera, Regie und Schnitt, andere nach Gesamtpaketen, wieder andere nach dem wahrgenommenen Wert für den Kunden statt nach tatsächlichem Aufwand. Das führt dazu, dass zwei Angebote für scheinbar dasselbe Projekt um mehrere Tausend Euro auseinanderliegen können, ohne dass eines davon automatisch unseriös wäre.

Wovon der Preis abhängt

Die Kosten eines Imagefilms hängen von mehreren konkreten Faktoren ab, die sich in fast jedem Angebot wiederfinden:

Von diesen Punkten haben Drehtage und Teamgröße den größten Einfluss auf den Preis, weil sie direkt mit Personal- und Zeitaufwand zusammenhängen. Ein einzelner Drehtag mit einem kleinen, eingespielten Team ist deutlich günstiger zu kalkulieren als eine mehrtägige Produktion mit mehreren Spezialisten vor Ort.

Typische Preisspannen

Für einen professionellen Unternehmensfilm mit einem Drehtag bewegen sich die Kosten in Österreich in der Regel in einem mittleren vierstelligen Bereich. Darin enthalten sind meist Vorgespräch, ein Drehtag mit kleinem Team, sowie Schnitt und Farbkorrektur für ein fertiges Hauptvideo von wenigen Minuten Länge.

Größere Produktionen mit mehreren Drehtagen, zusätzlichen Locations oder Drohnenaufnahmen liegen entsprechend höher, häufig im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Das betrifft vor allem Unternehmen, die mehrere Standorte zeigen wollen, aufwändigere Inszenierungen planen oder zusätzlich zum Hauptfilm eine ganze Reihe an Social-Media-Formaten benötigen.

Team beim Dreh in der Werkhalle Ein kleines, eingespieltes Team hält die Kosten für einen Drehtag überschaubar.

Am unteren Ende des Marktes finden sich auch deutlich günstigere Angebote, oft im niedrigen dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich. Hier lohnt sich ein genauer Blick darauf, was tatsächlich enthalten ist, denn niedrige Preise gehen häufig mit eingeschränkter Erfahrung, wenig Zeit für Vorbereitung oder sehr limitierter Nachbearbeitung einher.

Was im Preis typischerweise enthalten sein sollte

Ein seriöses Angebot sollte klar aufschlüsseln, was tatsächlich im Preis inkludiert ist, nicht nur eine Gesamtsumme nennen. Dazu gehören üblicherweise ein Vorgespräch zur Konzeption, die Drehzeit selbst, die Anzahl der inkludierten Korrekturschleifen nach dem ersten Schnitt, sowie die Frage, welche Nutzungsrechte am fertigen Video im Preis enthalten sind. Gerade der letzte Punkt wird häufig übersehen, ist aber wirtschaftlich relevant: Ein Video, das Sie nur auf der eigenen Website zeigen dürfen, kostet in der Regel weniger als eines, das Sie auch für bezahlte Werbekampagnen einsetzen dürfen.

Versteckte Kosten, auf die Sie achten sollten

Ein häufiger Grund für Frust bei Kunden ist nicht der ursprüngliche Angebotspreis, sondern spätere Zusatzkosten, die im Angebot nicht klar geregelt waren. Typische Beispiele sind zusätzliche Korrekturschleifen über die inkludierte Anzahl hinaus, nachträglich gewünschte Formate wie zusätzliche Untertitel-Sprachen, oder die Verlängerung der Nutzungsrechte über den ursprünglich vereinbarten Zeitraum hinaus. Ein gutes Angebot benennt diese Punkte proaktiv, statt sie erst bei Bedarf zur Sprache zu bringen.

Beispielrechnung: Ein typisches Projekt

Um die abstrakten Preisspannen greifbarer zu machen, hier ein realistisches Beispiel für ein mittelgroßes Projekt: ein Handwerksbetrieb mit rund 20 Mitarbeitern möchte einen Imagefilm für die Website sowie drei kurze Social-Media-Cuts. Geplant sind ein Drehtag in der Werkstatt, kurze Interviews mit zwei Mitarbeitern und der Geschäftsführung, sowie einige Aufnahmen der fertigen Produkte. Für ein solches Projekt ist ein Budget im mittleren vierstelligen Bereich realistisch, inklusive Vorgespräch, Drehtag, Schnitt des Hauptfilms und der zusätzlichen Kurzversionen für Social Media.

Größere Projekte, etwa mit mehreren Standorten oder aufwändigerer Inszenierung, verschieben dieses Budget entsprechend nach oben. Wichtig ist, dieses Beispiel als Orientierung zu verstehen, nicht als feste Zahl, da jedes Projekt und jeder Anbieter unterschiedlich kalkuliert.

Imagefilm vs. Eigenproduktion: Warum günstiger nicht immer günstiger ist

Manche Unternehmen erwägen, einen Imagefilm intern mit vorhandener Ausrüstung oder einem Mitarbeiter mit Kamera-Interesse umzusetzen, um Kosten zu sparen. Das kann für sehr einfache Social-Media-Inhalte durchaus funktionieren, stößt bei einem repräsentativen Imagefilm aber schnell an Grenzen. Professionelle Bildgestaltung, Tonqualität und ein stimmiger Schnitt erfordern Erfahrung, die sich nicht allein durch bessere Ausrüstung ersetzen lässt. Ein wirkungsloser oder unprofessionell wirkender Imagefilm kann im schlimmsten Fall mehr schaden als gar keiner, weil er einen schwächeren ersten Eindruck hinterlässt, als es eine gut gemachte Textseite ohne Video täte.

Wie Sie ein Angebot vergleichen

Wenn Sie mehrere Angebote einholen, lohnt sich der Vergleich nicht allein über den Gesamtpreis, sondern über die einzelnen enthaltenen Leistungen. Sinnvolle Fragen an jeden Anbieter sind: Wie viele Drehtage und wie viel Vorbereitungszeit sind eingeplant? Wie viele Korrekturschleifen sind inkludiert? Welche Nutzungsrechte erhalte ich am fertigen Video? Und werden zusätzliche Formate wie Social-Media-Cuts separat berechnet oder sind sie bereits Teil des Angebots? Ein Anbieter, der diese Fragen klar und ohne Umschweife beantworten kann, signalisiert damit meist auch, wie strukturiert das restliche Projekt ablaufen wird.

Wie Framewerke kalkuliert

Statt Standardpaketen setzen wir auf ein individuelles Angebot nach einem kostenlosen Erstgespräch. Darin klären wir, welches Ziel der Film erfüllen soll, wie viele Drehtage realistisch nötig sind und welche Zusatzformate tatsächlich sinnvoll sind, statt sie pauschal mitzuverkaufen. So zahlen Sie nur für das, was Ihr Projekt wirklich braucht, und wissen von Anfang an, was im Preis enthalten ist und was nicht.

Fazit

Ein Imagefilm ist eine Investition mit langer Nutzungsdauer, auf der Website, in Bewerbungsprozessen und im Vertrieb. Die große Preisspanne am Markt macht es zwar schwieriger, sich ohne Beratung zu orientieren, lässt sich aber mit den richtigen Fragen und einem transparenten Anbieter gut einordnen. Wer versteht, wovon der Preis abhängt und worauf es bei einem Angebot wirklich ankommt, trifft am Ende eine deutlich sicherere Entscheidung, unabhängig davon, für welchen Anbieter er sich schließlich entscheidet.

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