Viele Unternehmen posten seit Jahren regelmäßig auf Instagram und wundern sich trotzdem, warum kaum neue Leute den Account finden. Der Grund liegt meistens im Format. Einzelne Fotoposts erreichen fast ausschließlich bestehende Follower, während Reels aktiv an Menschen ausgespielt werden, die dem Konto noch gar nicht folgen.
Warum Reels aktuell den größten Unterschied machen
Laut einer Metricool-Auswertung aus dem Jahr 2026 liegt die durchschnittliche Engagement-Rate von Reels bei 4,3 Prozent, verglichen mit 3,1 Prozent bei Karussell-Posts und knapp 2 Prozent bei einzelnen Bildposts. Instagram-Chef Adam Mosseri hat außerdem öffentlich bestätigt, dass für das Ranking von Reels vor allem drei Signale zählen: Wiedergabezeit, Likes und weitergeleitete Beiträge. Reine Bildposts liefern von diesen drei Signalen praktisch nur eines.
Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Wer weiterhin nur Fotos postet, spricht ausschließlich die eigene Zielgruppe an, die man ohnehin schon erreicht. Wer regelmäßig Reels veröffentlicht, bekommt die Chance, komplett neues Publikum zu gewinnen.
Was ein Reel in den ersten Sekunden leisten muss
Bis zu die Hälfte der Zuschauer springt in den ersten drei Sekunden ab, wenn der Einstieg nicht funktioniert. Ein Reel muss deshalb sofort zeigen, worum es geht, ohne lange Anmoderation. Da rund 80 Prozent der Nutzer Reels zunächst ohne Ton ansehen, sind Untertitel dabei kein optionales Extra, sondern ein Grundbestandteil, der über Sichtbarkeit entscheidet.
Welche Inhalte für Unternehmen tatsächlich funktionieren
Am besten funktionieren Reels, die etwas zeigen, das man sonst nicht sieht: der Arbeitsprozess hinter einem fertigen Produkt, ein Vorher-Nachher-Vergleich, eine kurze Antwort auf eine häufige Kundenfrage. Reine Produktaufnahmen ohne Menschen erreichen in der Regel deutlich weniger als Reels, in denen jemand tatsächlich zu sehen ist, ob Mitarbeiterin, Handwerker oder Geschäftsführung.

Wie oft posten wirklich nötig ist
Als grober Richtwert gelten drei bis fünf Reels pro Woche. Weniger als zwei Reels wöchentlich reichen meist nicht aus, um im Algorithmus relevant zu bleiben. Wichtiger als eine perfekte Produktion ist Kontinuität über mehrere Monate hinweg, da der Algorithmus Konten mit regelmäßiger Aktivität bevorzugt behandelt.
Was das für Ihre Video-Strategie bedeutet
Genau diese Kontinuität ist der Punkt, an dem viele Unternehmen scheitern, nicht weil ihnen die Ideen fehlen, sondern weil im Alltag schlicht die Zeit dafür fehlt. Bei Framewerke produzieren wir Reels deshalb in Batches: An ein bis zwei Drehtagen entsteht Material für mehrere Wochen im Voraus, sodass die Präsenz auf Instagram konstant bleibt, ohne dass im Unternehmen laufend neue Aufnahmen organisiert werden müssen.
Fazit
Reels sind aktuell der wirksamste Hebel für organisches Wachstum auf Instagram, aber nur, wenn sie regelmäßig und mit klarem Fokus produziert werden. Ein einzelnes gutes Reel reicht nicht, entscheidend ist die Konstanz über Wochen und Monate hinweg.